Das Zentrum für regionale Strategien e.V. wurde von engagierten Planern und Wissenschaftlern etabliert, um eine disziplinübergreifende Plattform für Akteure der Stadt- und Regionalentwicklung anzubieten. Die Beweggründe für diese Aktivitäten waren:

  • Wir benötigen eine neuartige Zusammenarbeit zwischen Planungspraxis und Wissenschaft zur Lösung der gegenwärtigen Herausforderungen in der Stadt- und Regionalentwicklung.
  • Demographische, sozio-ökonomische und ökologische Probleme verlangen nach interdisziplinären Erfahrungen und Wissentransfers und nicht nach diffuser "Ganzheitlichkeit".
  • Planungs- und Gestaltungskompetenzen müssen von Planern auf die "Beplanten" übergehen – wir möchten dieses "Empowerment" unterstützen.

Strategien zur Gestaltung der baulichen und natürlichen Umwelt

Unsere bauliche und natürliche Umwelt ist in den kommenden Jahrzehnten einem erheblichen Veränderungsdruck ausgesetzt: Der demographische Wandel aus Schrumpfung und Alterung wird gleichzeitig zu Ausdünnung, Vereinödung und Konzentration der Wohnnutzungen in Städten und Regionen führen; einzelne Gebäude, Siedlungsteile oder sogar ganze Siedlungen werden aufgegeben werden. Zur Steuerung dieses Prozesses bedarf es frühzeitiger Überlegungen und langfristig angelegter Strategien. Gleichzeitig erzwingt die Reaktion auf den Klimawandel einen neuen Umgang mit Gebäuden, die umfangreich energetisch saniert werden sollen, und mit der Kulturlandschaft, die nicht nur Nahrungsmittel und ästhetische Qualität, sondern auch Energie produzieren. Auch dieser Prozess bedarf einer umfangreichen Steuerung.

Strategien zur Förderung bürgerschaftlicher Aktivitäten

Bürgerschaftliche Aktivitäten federn schon heute in umfangreichem Maße die Auswirkungen der finanziellen Krise der Gemeinden ab und mildern in vielfältiger Weise die Folgen des Rückzugs von Infrastrukturanbietern aus der Fläche. War bürgerschaftliches Engagement früher eine Ergänzung des öffentlichen Angebots an Dienstleistungen, so ist es heute Ersatz oder Lückenbüßer. Das bedeutet, dass bürgerschaftliche Aktivitäten auf allen Sachgebieten unterstützt werden müssen gegen kommunalpolitische Vereinnahmung, fachliche Bevormundung oder privatwirtschaftliches Partikularinteresse. Bürgerschaftliches Engagement muss sorgsam gesät und gehegt werden, da es sonst wie eine Sternschnuppe am Firmament aufglüht und dann wirkungslos verglimmt; es müssen also Akteure identifiziert und vernetzt, Anknüpfungspunkte gefunden und mittel- bis langfristige Strategien entwickelt werden.